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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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4 Fragmente zur deutschen Literatur.

die keinem abstrakten Begriff Herberge geben. Sollteman nicht in jedem Gebiet der Wissenschaften Ge-danken und Schriften haben, die für diese und jeneSprache durchaus unübersetzbar sind?

Wenigstens ist eine Mundart, in welcher dieLiteratur, entweder von selbst hervor geschossen, oderhinein gepfropft ist unendlich von einer andsrnunterschieden, die man in Absicht der WissenschaftenIdiotisch nennen muß. Und es mußten, wiemich dünkt, von der Natur besondere Geister dazuersehen werden, ihre rohe Sprache zu den Wissen-schaften, oder wenn man lieber will! die Wissenschaf-ten in der Sprache zu bilden. Da diese nun ihreninnecn Beruf fühlten, daß sie gebohrcn waren, umungedachke Dinge zu denken, und ungesagte Wortezu sprechen: so folgten sie dieser Stimme; sie ver-wüsteten die Sprache, um zu schaffen, jedes Hinder-niß ward ihnen wie nichts, und zum Denkmal einerThat; sie wurden Schöpfer und Gesetzgeber und Mu-ster. Die Sprache ward, wie Sokrates sagt,die Bezähmerin der Wilden, und wie man dazusetzen kann, eine bildende Schöpferin in den Wissen-schaften.

Wer also seine Sprache zur Weltweishcit, zueProse und Poesie zu bereiten sucht: der ebnet ebendamit den Boden, daß er Gebäude und Pallastetrage. Oder noch mehr! er liefert dem SchriftstellerWerkzeug in die Hände; dem Dichter hat er Don-nerkeile geschmiedet: dem Redner seine Rüstung ge-glänzet: dem Weltweisen Waffen geschärfte, undjedem andern, der bloß für das Auge dastehet, hatseine vorräthige Hand, Anzug, Putz, und wie