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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
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406
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gc>6 II. Ideen zur Geschichte und Kritik

gen fremde nicht hingeben möchte; sie sind ja ihreDichter. In ihrer Spruche Huben sic gebucht, imKreise ihrer Gegenstände imuginirt; sie fühlten dieBedürfnisse der Nutien, in welcher sie erzogen wur-den, und kumen diesen zu Hülfe. Wurum solltedie Nution nicht uuch mit ihnen fühlen, du EinBand der Spruche, Gedanken, Bedürfnisse und Em-pfindungen sic fest an einander knüpfet ?

Jtaliuner, Franzosen, und Engländer schätzenihre Dichter, oft mit ungerechter Verachtung andererVölker, partheiisch hoch; der einzige Deutsche Hutsich verführen lassen, das Verdienst fremder Völker,insonderheit der Engländer und Franzosen, unmäßigzu übertreiben und darüber sich selbst zu vcrnachla-ßigen. Zwar einem Uonng, (denn von Shake-speare, Milton, Thomson, Ficlding,Goldfmith, Sterne ist hier nicht die Rede)gönne ich seine vielleicht etwas überspannte Vereh-rung bei uns gern , da er durch Eberts Uebcrfc-tzung cingesührt ward; eine Ucbersetzung, die nichtnur alles Verdienst eines Originals hat, sondern auchdie Uebertrcibungcn ihres englischen Originals durchden Bau einer harmonischen Prose und durch diereichen moralischen Anmerkungen aus andern Natio-nen gleichsam zucccht füget und mildert. Sonst aberwird cs den Deutschen immer den Vorwurf einerunentschlossenen Lauigkeit zuziehn, daß die reinstenDichter ihrer Sprache in Schulen und bei Erziehungder Jugend überhaupt so vergessen und hintangefctztwerden, wie keine benachbarte Ration es thut. Wo-durch soll sich unser Geschmack, unsre Schreibart bil-den ? wodurch unsre Sprache bestimmen und regeln,als durch die besten Schriftsteller unsrer Nation ? Ja