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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
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3g4 H- Idem zur Geschichte und Kritik

die Opitz und seine Nachfolger gaben, betrafen mei-stens nur Sprache und Verskunst.

Und sie haben hierin auf eine friedliche Art vielgeleistet. Wenn ich Schottels, Stielers,Frisch, Bödikers, Wächters, Haltausu. a. stille Verdienste um unsre Sprache mit denheftigen und nutzlosen Streitigkeiten unwissenderSchriftsteller in den folgenden Zeiten vergleiche: sosche ich dort fleißige Ameisen und Bienen Zusammen-tragen,, hier laute Wespen schwirren und stechen. Esist wahr, man lobte sich damals etwas zu viel un-ter einander; die Glieder der Fruchtbringenden Ge-sellschaft, des Blumcn - und Schwanen-Ordens u.f. munterten sich einander durch gegenseitiges, oft zur.iches Lob auf. War dies indessen nicht sehr ver-zeihlich? Nach so langen Trübsalen itheologischerStreitigkeiten und des dreißigjährigen Krieges frcuc-ten sich diese alten Kinder, daß sic auch eine Spra-che hatten, in der sie schreiben und reimen könnten;>ind ist nicht viel, viel Gutes durch die Mitgliederdieser Gesellschaften bewirkt worden ? Wie viele schrei-ben denn jetzt sn Prose, wie Zinkgraf, Opitz,Harsdörfcr, Rist, Lohenstein u. a. schrie-ben ? Lasset uns doch die guten Bemühungenunsrer Vorfahren nicht verkennen! auch über unswird man ernst als über Vorfahren richten.

Es ist schon bemerkt worden, daß an der fran-zösischen Sprachenmengerei und an dem Jtalianisch-falschen Geschmack, der im Anfänge unsres jetzt ab-gebcnden Jahrhunderts einriß, eigentlich die Deut-schen Höfe Schuld wann. Ihnen bequemten sichdie Schriftsteller ; und auch Leibnitz, der zu Fort-