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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
Entstehung
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der Poesie und bildenden Künste. 393

blieb seine Kritik dennoch eben so fest als bescheiden.Ich bewundere die Geduld, die er sich zu ^Vereini-gung der Kirchen in Beantwortung theologischer Zwei-fel nahm; er antwortete Jedem, wie Ers fassenund ertragen konnte.

Mit Leib nitz starb dieser Geist philosophischer,friedlicher Kritik nicht ans; auch Wolf und seineSchäler erwiesen ihn selbst gegen ihre bittersten Fein-de. Allen Freun.en der Leibnitzischen Denkart ist einegesunde Kritik heilig, weil sie sich in der Mathema-tik an Genauigkeit der Begriffe und des Ausdrucksgewohnt haben und keine menschliche Wissenschaft ver-achten. Der friedliche Alexander Gott liebBaum garten ward mit seiner seltenen fast ängst-lichen Praciston, ohne daß ers wußte und wollte,der Vater einer Schule achter Kritik, auch der schö-nen Wissensichaften und Künste in Deutschland. Lam-bert und Kant haben ihre Architektonik und Kri-tik an seinen Lehrbüchern gescharfet.l

Wie nun? und dennoch hatte Ihr VorwurfGrund, daß eben in diesem Felde, der Region desGeschmacks und Vortrages in Deutschland eine par-thciische Kritik mit falschem Maas und Gewicht hand-le? Sic klagen die Gutmüthigkeit unsrer Nation an»die sich Alles gefallen lasse, Alles ertrage und dulde.

> Mich dünkt, die Geschichte der Zeit gebe hierübereinige Auskunft.

Als Opitz, Log au, Tscherning u. f.im bessern Geschmack zu schreiben anssngen, warfensie sich nicht zu Richtern jedes fremden Geschmacksauf; ihre Werke waren Kritik; die Anweisungen,