S64 II. Ideen zur Geschichte und Kritik
ikostr;' der Engländer hnt sich in Ausdrücken undWendungen dergestalt wiederholet, daß man nichtnur bei jedem' Reime den folgenden, sondern oftauch bei der ersten Zeile des Stücks die letzte zuvorweiß.
Mit dem verderbten Hecke Karls II. ging dieHerrschaft des spielenden Witzes zu Ende; die brjt-tische Muse ward, was sie Anfangs gewesen war,eine denken de Muse.
Ich übergeh? die Beiträge Denhams, Ros?kommons, Dorset, Garths, zu Gründungeines bessern Geschmacks; Dry den voran, Popenach ihm zeigten, worinn die Poesie der Neuerenam natürlichsten bestehe, nämlich in versisicir-tem gesundem Verstände. Beide Dichter,(mit ihnen Gay, Parnell, Prior u. a.) habenfast alle Einkleidungen versucht, deren ihre Sprachefähig war; sie konntens aber nicht weiter bringen,als gesunden Verstand in nachgeahmten, hie und daselbst crfundncn Einfassungen zu reimen. Popebrachte es- darinn aufs höchste. In seiner unsang-barcn Sprache hat er in englischer Manier das ge-than, was Mctastasi 0 in einer Sprache, dieganz Gesang ist, auf eine ungleich angenehmere Wei-se that; er brachte nämlich alle schöne Sentenzen,philosophische Grundsätze und Lebcnsrcgeln aufs kür-zeste und zierlichste in Reime und wird darinnschwerlich übertroffen werden. Zebn Dichter hattenhierin vorgegrbeitet; er kam zu rechter Zeit und brachdie Blume. Bo l i ng b r 0 ck e, Shaftesburi,King und Leibnitz gaben ihm zu seinem Lrssion Man Philosophie in die Hand; er reimte ihre