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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
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363
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der Poesie und bildenden Künste. 363

böse Geschmack, der zu Cowlcy's Zeiten, inson-derheit am Hose herrschte, verführte ihn, sowohl inseinen anakreontischcn als pindarischcn Oden stattdes Ausdrucks der Empfindung Pfeile des Witzeszu werfen, und hiezu VerSart und Reim anzuwcn-den. Unter seinen witzigen sind oft auch große Ge-danken, ja verschiedene Oden waren ohne diese ge-suchte Manier Muster schöner Phantasien: dennes ist in ihnen viele Wissenschaft und viel Scharf-sinn. Die Ode Cowle y's ist nachher von andern,Mafon, Grey, Akjnside u. f. sittsamer, wohlauch gelehrter gemacht worden; ich zweifle aber, obauch harmonischer im Sinne der Alten. Sie istund bleibt ein gothisches Gebäude,. unzusammen-hängend und unübersehbar in ihren Thcilen, über-trieben in Bildern, mit Zierrath überladen, in derAbwechslung des Rhythmus ungleich und unharmo-nisch. Seitdem sich gar die Laune oder Satyre der-selben bedient hat, mißgönnet man ihr den RameyHde ganz; brittisches Capriccio sollte sie heissen. Cowley war also selbst im Fehlerhaften einDichter aus Reflexion, oft nur ein witzigerDichter, demohngeachtet aber ist er ein guter Gesell-schafter , von dem man angenehm lernet.

Mit Cowley lebte Waller, und gab einerandern Manier den Namen, die den französischenArtigkeiten nahe kommt; aber warum ist sie nurartig? Galanterie ist eine Modeschönheit; sie ändertsich mit den Zeiten, Auch sind von Waller fastnur noch die Stücke beliebt, die Empfindung verra-thcn. Von Prior, Littleton und worauf ebendem Wege ging, gilt dasselbe. Die kasssivnabls