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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
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H. Id?en zur Geschichte und Kritik

charakteristischen, Ausdruck eine Philosophie vorträgt,die alle Stande und Verhältnisse, alle Charaktere'und Situationen der Menschheit beleuchtet , so mil-de beleuchtet, daß allenthalben das Licht aus ihnenselbst zurückzustrahlen scheinet: da ist er nicht nur

ein Dichter der neuern Zeit, sondern ein Spiegel fürtheatralische Dichter aller Zeiten, Laßt dem altenguten W. Shakespeare alles, was ihm und sei-nen Zeiten gehört; gebt uns aber mit seiner un-endlichen Bescheidenheit, die nirgend in Person re-prasentirt, in welchen Gestalten es sey, so viel in-nere Charakteristik, so viel tiefe und schneidendeWahrheit, als er aus seiner alten Welt uns dar-brachte.

Mit Milton fangt sich die neuere englischeDichtkunst an; mich dünkt, er zeige die Summe des-sen, was Reflexion in der Dichtkunst znleisten vermöge. Der unglückliche blinde Mayn warin Zeiten gefallen, in üble Zeiten

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Er rief seine Urania vom Himmel, die ihn imnächtlichen Schlummer oder am frühen Morgen be-suchte und seinen Gesang beherrschte. Dem gelehr-ten , starkmüthigen Mann stand bei einer großenKenntniß der alten und italianischcn Dichter aucheine Welt voll Sachen, insonderheit aber seine Spra-che, dergestalt zu Gebote, daß er bei seinem erwähl-ten Thema, an welchem er sich etwas sehr Großes