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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
Entstehung
Seite
357
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der Poesie und bildenden Künste, 267

Künste. »Der Muse sind bessere Schilderungen an-gewiesen^ als die, worin sie der Handwerker selbstdurch eine schlichte Erzählung bei Vorzeigung derInstrumente übertreffen möchte.

Endlich das Unmoralische des Dichters.Hier hat die Zeit gewaltsam den Vorhang aufgezo-gen und in ihrem strengen Gericht keiner falschen

Grazie geschonet. Wo sind die-? Wo

sind sie? Wer will, wer mag sie lesen? Und nichtauf unzüchtige Dichter allein geht dies Urthcil desNhadamanthus, sondern auch auf jeden widernatür-lichen , wahre Verhältnisse des Lebens zerstörendenDichter. Wie manches Beispiel haben wir auch hier-über schon erlebet! Dies Licht, diesen Tag habenReformation, Philosopie und der unbestechliche Zeu-ge in uns, das refne Men fchengefühl, ver-breitet.

48.

Der Unterschied, den das Fragment zwischenPoesie aus Reflexion und (wie soll ich sienennen?) der reinen Fabelpoesie macht,ist mir aus der Geschichte der Zeiten, aufdie das Fragment weiset,, ganz erklärlich worden.So lange nämlich der Dichter nichts seyn wollte, alsMinstrel, ein Sänger, der uns die Begebenheitselbst phantastisch vors Auge bringt und ssolchc mirseiner Harfe fast unmerklich begleitet, so lange ladet