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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
Entstehung
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der Poesie und bildenden Künste. 355

Beschreibung ihrer Thatcn werden sie mehr geehrt,als durch eine mit Wahrheit gemischte Fabel, deram Ende Niemand glaubet. Wir sind aus dieserDämmerung hinaus, und wollen durchaus Mahr-chen als Mahrchcn, Geschichte als Geschichte lesen.Ein Theil der platonischen Gesetzgebung in Ansehungder Dichter ist also ohne Hinaustrcibung derselben,blos und allein durch die linde Hand der Zelt be»wirkt worden; eine verwirrte Mischung der Fabelund Wahrheit widerstehet unscrm Gedankenkreise.

Wtis vom s'obc gesagt ist, gilt auch vom T a-del; die echte Muse hasset auch in ihm alles zuBittere,, geschweige die Verläumdung. Warum fäl-len persönliche Satyren sobald in Vergessenheit oderVerachtung? Ihrer Ungerechtigkeit und Uebcrtrei-bung, kurz des unedlen Gemüths wegen, das der Be-geistrung einet Muse nicht werth war. Es gicbtz. B. kaum ein witzigeres, ein lehrreicheres Gedicht ge-gen die Schwärmerei, als Butlers Hudibrasist; auch hat es zur damaligen Zeit seinen Zweckmeht erreicht, als wenn der Dichter auf den kö-niglichen Märtyrer das frömmste Heldenge-dicht geschrieben hatte; wer indessen wird es jetztohne einigen Ueberdruß, wenigstens ohne den Wunschlesen, daß sein Verfasser die Gabe der Muse, dieer besaß, edler angewandt hatte? Swift, viel-leicht der strengste Verstau des Mann, den Eng-land unter scine Schriftsteller zahlet, der unbesto-chcüste Richter in Sachen des Geschmack Und derSchreibart, gab sich, von bösen Zeitrerbindukigengelockt, ins Feld der Satyre; wer aber ist, der

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