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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
Entstehung
Seite
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Ag4 II. Ideen zur Geschichte lind Kritik

dieser literarischen Fama die Schwingen, bis an denRand der Erde. Jenes Orakel:wenn Menschenschweigen, so werden die Steine schreyen," ist er-füllt; worüber Mcnschenstimmen schweigen, darübersprechen und schreyen gegossene Buchstaben, mcrkan-tilische Hefte.

Nach so vielen andern eine Lobrede der Buch-druckcren zu halten, wäre ein sehr unnöthiqes Werk;wir wissen alle, was wir an ihr haben. Nur durchsie, erst durch sie ist zusammenhängende und ver-glichene Erfahrung des menschlichen Geschlechts,Kritik, Geschichte und eine Welt der Wissenschaftenworden.

Aber auch was wir an ihr nicht haben, istzu bemerken: was sie nämlich nicht geben kann, jaworin sie störet. Eignen Geist nämlich kann sienicht geben; lebhafteren tieferen Genuß an der Quelledes Wahren, Guten und Schönen mag sie durchdie unzählbare Eoncurrenz fremder Gedanken hierbefördern, dort aber auch hindern.

Mit der Buchdruckcrey nämlich kam Alles anden Tag; die Gedanken aller Nationen, alter undneuer flössen in einander. Wer die Stimmen zusondern und jede zu rechter Zeit zu Horen wußte,für den war dies große Odeum sehr lehrreich; an-dre ergriff die Bücherwuth; sie wurde» verwirrteBuchstabenmänner und zuletzt selbst in Person ge-druckte Buchstaben.

Vom Anbeginn ist dies nicht also gewesen. Ur-sprünglich dachte der Mensch, er handelte und genoß,er sprach und hörte. Wenn er schreiben konnte,