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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
Entstehung
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der Poesie und bildenden Künste. .^5

schrieb er, nur aber was zu schreiben war; nichtward er selbst, ohne zu sehen und zu Horen, einschreibender Buchstab; jetzt-

Ist dessen die menschliche Natur fähig? kannsie es ertragen ? verwirren sich in diesem gedrucktenBabel nicht alle Gedanken? Und wenn dir jetzt täg-lich nur zehn Tages - und Zeitschriften zufliegen und-in jedem nur fünf Stimmen zutonen; wo hast duam Ende deinen Kopf? wo behältst du Zeit zu eig-nem Nachdenken und zu Geschäften? Offenbar hatsunsre gedruckte Literatur darauf angelegt, den armenmenschlichen Geist völlig zu verwirren, und ihm alleNüchternheit, Kraft und Zeit zu einer stillen undedlen Selbstbildung zu rauben. Selbst in der Ge-sellschaft sind die menschlichen Stimmen verhallet;Romane sprechen und Journale.

Diderot hat irgendwo die Frage an sich ge-than, die wohl jeder thut, wenn ec aufs Land oderauf eine Reise gehet:welche Bücher er als Freun-de mit sich nehmen möchte?" Wie im Leben, sohat auch im Lesen der Mann von Herz nur weniggeprüfte Freunde; und bei eigner Eomposition blei-bet er gern allein.

Würden Homer und Sophokles, Horaz,Dante und Petrarca, würden Shakespeareund Milton ihre Werke im Kreise unsrer Bucher-und Lesewelt gemacht haben? Schwerlich.

Denn unverkennbar ists, baß, je mehr durchdie Buchdruckerey die Werke aller Nationen allengemein wurden, der ruhige Gang eigenthümlicherEomposition großentheils aufgehört hat. Wer fürs

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