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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
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342 II. Ideen zur Geschichte und Kritik

reichen Zeiten; schwerlich hatten sie mit ssviel Zuversicht, mit so umfassendem, tiefdringendcmFlciße gedichtet. Bis zu Bo et Hins und Auso-nius hin ist fast jedes kleinste römische Werk eineMvsaik, ein gearbeitetes Fresko - oder Mi/ni alu r g e m a h l d e.

Jedermann ist bekannt, daß in den mittlerenZeiten die Barbarey eines Theils auch vom Man-gel an Büchern und Schreibmaterialienhcrkam. Wie manche schöne Schrift der Alten wardvon den Mönchen unwiederbringlich verlöscht, damitsie auf das dadurch gewonnene Pergament ihre Ehor-gesange und Homilicn schreiben konnten. Heil demErfinder des Lump en.pg piers ; wo er begrabenliege, Heil ihm! Mehr als alle Monarchen derErde hat er für unsre Literatur gethan, derenganzer Betrieb von Lumpen ausgeht Und so oft inMaculatur endet! Wie der Sonnenschein die Fliegen,so hat er Schriftsteller geweckt und die Sofienbereichert.

Denn man bemerke. Eben in dem Jahrhunderte,in dem das Lumpenpapier in Gebrauch kam, tratenauch jene längeren Romane hervor, die vorherJahrhunderte lang kurze Volksmahrchen oder Liederund Fabeln gewesen waren. Wie entfernt z. B.hatte Karl der Große vom Erzbischof Turpin,König Artus von Gottfried von Mon-mouth, Wolf-Dietrich von Eschilbachund jeder andre Romanhcld von seinem Ehronik-oder Romanschreiber gclebet! Keiner von diesenSchreibern erfand die Fabel, die er in die,chersprache brachte; sie war längst im Munde der