der Poesie und bildenden Künste. 335
„Da ich blos dem Geist der Alten nachspüre:so gebt mich das. Schulmcistergcsicht nichts an, wo-mit die * * ihren Autor Lesern und Zuhörern ver-eckcln. Ich will sebr zufrieden ftyn, wenn ich meinGriechisch nur ohngesthc so verstehe, wie Uebcrbrin-ger dieses seine Muttersprache. Wer die Alt-n, oh-ne die Natur zu kennen, studirt, liefet Nct.n oh-ne Text, und an Petrons Ausgabe in großQuart über ein klein Fragment sich wenigstens zueinem Doctor. Wer kein Fell überm Auge hat, fürden bat Homer keine Decke. Wer aber den Hel-len Tag noch nie gesehen, an dem wcid.n wederDidyMus noch Eustathius Wunder thun.— — Der Zorn benimmt mir alle Ueberlegung,wenn ich daran gedenke, wie solch eine edle GabeGottes, als die Wissenschaften sind, verwüstet, vonstarken Geistern zerrissen, von faulen Mcnch.n zcr-tretten werden, und wie es möglich, daß junge Leu-te in die alte Fee, Gelehrsamkeit, ohne Zahne undHaare (etwa falsche) verliebt ftyn können."
So spricht ein Eiferer für den guten Gebrauch .der Alten; und wie viel mehr könnte man davonsagen; Aber wie Jemand ist, so thut er;wie wir selbst denken, so nutzen wir die Alt.n.
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Die Nachschrift Ihres Briefes hat mir eine alteWunde aufgcrisscn, die ziemlich verharscht war, näm-lich, wie wir, inscuderh.it mit unsrftr Jugend^