der Poesie und bildenden Künste. 33)
Nichts von Allem! Aufmunterung, Ord-nung, Verbesserung ist ihr einziger Zweck;man darf also von ihnen nicht mehr fordern, alssie zu leisten vermögen. Sie wollen Kräfte wecken,aber nicht geben; sie sind Vorbilder, keiüe Schöpfer.Da indessen im Reiche der Gedanken von Äuf-muntcrung, zumal durch thatige Vorbilder, vonOrdnung und Erziehung viel abhangt: so istdie Herrschaft, die jeder Verständige den Alten frei-willig einräumt, zwar keine Monarchie, aber einRath der Besseren zum Besten.
Lassen Sie also die würdigsten Schriften zu-weilen von den unwürdigsten Händen behandelt wer-den, was schadets? Geht nicht auch das Gold durchdie Hände niedriger Bearbeiter und Sammler? ver-lor der Diamant dadurch, daß ihn die Dürftigkeitselbst aufgrub? Wenn unter dem Text eines altenAutors sich in den Noten oft über Nichts ein schreck-liches Gezänk erhebt: so lasset uns vom blutigenSpiel dieser Gladiatoren, die sich zu Ehren des Ver-storbenen neben seinem Grabe würgen, hinwegschnund sie für das halten, was sie sind, Sklaven. DieWorte des Autors werden uns werther, wenn wiruns über die Wasser der Sündfluth, die unten denText überschwemmet hat, zum Gipfel emporhebcnund da den friedlichen Oelzweig finden. —
Da endlich der Geist, den wir aus den Schrif-ten der Alten ziehen sollen, gesunder Verstandund ein gesundes Herz, die wahre Philo-sophie und Richtung des Lebens, bonaineus und Humanität ist: so ist die Einführungdieser Gottheiten für uns und unsre Nachkommen