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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
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327
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W.-

der Poesie und bildenden Künste. Z27

mg oder nichts wußten. Ich darf von den erstennur Dante, von den letzten nur Shakespeareanführen: wie viel andre möchten zu nennen seyn!Die größten Erfindungen sind in den Zeiten gemacht,die wir barbarische, rohe Zeiten nennen; viel-leicht haben in ihnen auch die größcstcn Männer ge-lebct. Damals standen die Köpft noch nicht so dicht aneinander; jeder hatte zum eignen Denken freienRaum; um sie war Dämmerung; desto munte-rer aber wirkten sie, und durften in der Mittags-sonne der Alten eben noch nicht erblinden. Wie einRoger Baco vor hundert Commentatoren desA r i s to t e le s gilt: ft giebt es romantische Ge-dichte der mittleren, selbst der neueren Zeit, bei de-nen man den Geschmack der Alten gern vergißtnnd in ihnen wie im Feenreich lustwandelt. Icherinnere Sie an so manche Romane, die uns derGraf Treßan und seine Gehülfen gegeben, ja seitWiedcrauflebung der Wissenschaften an die größestenLichter aller cultivirten Nationen. Woher nahmenArioft und die ihm vorgingen, woher Spenser,Shakespeare, und zwar in seinen rührendstenStücken, Form und Inhalt? Nicht aus den Al-ten, sondern aus der Denkart des Volks undseinem Geschmack in ihren und denmittleren Zeiten. Glauben Sie, daß Sha-kespeare, auch wenn er die Alten mehr gekannthätte, als er sie kannte, ihnen ängstlicher nnchge-gangen wäre? Wie leicht konnte er sie kennen ler-nen, da schon so manche in englischer Nebersetzungneben ihm existirtcn! Er ließ diese den Ben Jon-svn studieren und hielt sich an das Mährchen, andie Novelle der mittleren Zeit, aus denen er seine'