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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
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II. Ideen zur Geschichte und Kritik

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Pomp, der dem Helden und Gott den Menschenausziehl; die heroische Poesie der Alten ist mensch-lich. Wozu endlich ward von den klügsten Völkerndie Mythologie, wo nicht erfunden, so wenig-stens ein den schönsten Stellen gebraucht? Dem,was keine Gestalt hat, eine für unS lehrreiche undangenehme Gestalt zu geben, den Abglanz der blen-denden Sonne im Spiegel des Meers oder in denFarben des Rcgenbogens zu zeigen. Uns sind imGrunde alle Einkleidungen, wo und wenn sie erfun-den wurden, gleich; wir wollen sie zwar nicht un-zeitig vermischen, aber alle mit Verstand gebrauchen-Aristoteles, H 0 raz und Quintilian sinduns nicht etwa über die Mythologie der Griechenallein; über die Mythologie jeder Nation undReligion sind ihre Grundsätze Gesetz und Regel.

Alles also, was den Geschmack der Alten unteruns befördert, sey uns werth, Ausgaben, Ucbcrse-tzungen, Commcntare, Nachahmungen; unter die-sen Nachahmungen auch die neuere lateinischeP 0 esie zu nennen , scheue ich mich nicht. Siewar immer ein Zeichen, daß man die Alten kannteund liebte, daß man über neuere Gegenstände imSinne der Alten dachte, daß man ihr Richtmaasan diese neuen Gegenstände zu legen wagte. Siehat viel Gutes gewirkct. Latein sagte man, wasman in der Landessprache nicht sagen konnte oderdurfte; nachahmend sprach man gleichsam den Al- ^tcn nach , und sagte ihnen seine Lecti 0 nauf; man sreucte sich, daß man sie aus ihnengelernt und ungefährdet aufsagcn konnte. Uebcr dieVvrurthcile^seiner Zcit, seines Ordens, Volks und