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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
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der Poesie und bildenden Künste. 323

Geklirr an Mann und Roß kann uns, wo Verstand,Zweck, EbenMaas, Güte des Herzens fehlt, keinKlang einer bimmlischen Muse werden. —

Warum ist jene übertriebene Andacht,jenes Haschen nach dem Unendlichen, das Ealculirender Gottheit in unnennbaren Gefühlen ein falscherGeschmack? Weil sie eine Unvernunft sind, dieweder in Sprache noch Kunst einen Ausdruck findet.Das Unermeßliche hat k-in Maas; das Unend-liche hat keinen Ausdruck. Je länger du alsoan diesen Tiefen schwindelst, desto mehr ver-wirret sich dcine Zunge, wie sich dein Haupt ver-wirrte; du sagst nichts, wenn du etwas Unaus-sprechliches sagen wolltest. — Schwieg nicht jenerEntzückte von dem, was er im dritten Himmel ge-sehen hatte? Alle wahren Gottbegeistcrten schwiegenvom Unaussprechlichen, Und sagten, was sie in derSprache der Menschen, zumal in den Grenzeneittck Kunst sagen konnten. Der Ausdruck, derder Religion geziemt, ist nicht Schwärmerei, son-dern Einfalt und Wahrheit.

Ist Alles, was uns Umriß leb-ct, was unsrcrNatur die ihr angkMeßnen Schranken zeigt, und sieüus wirklichen Begriff, auf Wahrheit der Empfin-dung zurückführet, ein göttliches Geschenk; wie sehrthut dieses, recht verstanden und angcwand, die P o e-sie, die Kritik, die Philosophie und D e n k-art der Alten!

Diese z. B. weiß nichts von jener Höflich-keit eines übertreibenden, falschen Witzes, der Ga-lanterie und Courtoisie seyn soll; am Hofe dergriechischen und römischen Musen hatte diese Kunstkeinen Werth. Sie weiß nichts von jenem leeren

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