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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
Entstehung
Seite
317
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der Poesie und bildenden Künste. Z17

chen, die europäische Poesie und Lehre hiemit einegemeinschaftliche Richtung. Mit so vie-lem Unreinen sie hie und da vermischt war, so trugsie allenthalben dazu bei, das Schwert 'der Barba-ren, das noch nicht gestumpft war, einzuhallen, zuweihen, zu veredlcn. Rittern und edlen Herrnward ein Kranz des Ruhms und der Ver-dienste vorgchalten, ohne welchen sie, wie dieGeschichte mehrerer Lander zeigt, harte Herren, Trun-kenbolde, räuberische stolze Barbaren blieben. Selbstdie Griechen des östlichen Kaiserthums, die an -denRittcrgesetzen der Wesiwelt keinen Anthcil nahmen,erlaubten sich Niederträchtigkeiten gegen Feinde undUeberwundene, die in Spanien, Italien und Frank-reich kein Ritter sich jemals erlaubt haben würde.Als üppige Treulose gingen sie unter. —

Alles also, was Menschen, Stande und Völkermit einander verband, was die Geschlechter einanderfreundlich, Gcmüther einander geneigt machte, waszu einem gemeinschaftlich-anerkannten Zweck undgleichsam zu der Lehr form beitrug, nach welcherman von Jugend auf, wenn gleich auf rohe Weise,der Tapferkeit, Liebe und Andacht huldigenlernte, offenbar bahnte dies der M en sch c n l i e b eoder zuforderst jener christlichen H e r z e n s g ü-1e den Weg, die als caritü die Grazie der Grazienist, und jede Huldigung verdienet. Die Poesie desMittelalters wirkte zu diesem Zweck unverkennbar.

Aus den Händen der Araber hatten die Euro-päer Andacht, Liebe und Tapferke-it, alseinen Kran; der Ritterwürde, empfangen; sie ver-schonten ihn nach christlicher Weise.