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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
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3i6 II. Ideen zur Geschichte und Kritik

lnit mehreren Wissenschaften bekanntward, als jene Poesie der Jugend-Welt je kennenlernen konnte: so war ihr hiemit, eben wie bei An-dacht, Liebe und Ehre, ein großer aber auchcm sehr gefährlicher, Knäuel in die Hand gegeben.Sie konnte daraus Vieles entwickeln, aus jeder Wis-senschaft sich zu eigen machen, was für sie diente;jede Erfindung, jedes neu entdeckte Land stand ihrzu Gebote. Sie konnte aber auch auf diesem Wegez,u gc l ehrt, sp i tz fü n d, g und scholastischwerden; und wäre sie es nicht hie und da reichlichgeworden?

Der größere Boden von Wissenschaft indeß, dender menschliche Geist gewann, war ein beträchtlichesErwcrbniß. Die neuere Poesie hat davon Nutzengezogen, und wird davon Vortheile ziehen, so langeWissenschaften wachsen, Erfindungen sich meh-ren, solange der menschliche Geist fortschreitet. Nichtvergebens hat der Vater der neueren Dichtkunst,Dante, mit einem Werke begonnen, das eine Artvon Encyklopädie des menschlichen W i s-sens über Himmel und Erde enthält; er hat sei-nem von jeder Vorzeit unterrichteten Kinde hiemitden Weg eines immer fortschreitenden Verdienstesgewiesen.

Zweitens. Und da in der mittleren Zeitvi ele Nati onen, di e gesammten Völkerdes römisch-christlichen Europa auf ei-nem Kampfplatz des Ruhms standen, unddurch mehrere Verbindungen in Einer Schuleder Unterweisung lernten: so bekam, ungeach-tet aller Nationaluntcrschiede von Sitten und Spra-