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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
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Seite
310
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Zro II. Ideen zur Geschichte und Kritik

bern her bestimmten drey Ingredienzien denInhalt dieser Sagen, Liebe, Tapferkeit undAndacht; schöne Namen, wäre ihre Bedeutungnur immer auch in der Anwendung der NamenWerth gewesen.

Liebe. Gewiß aber wars nicht immer jenezärtlich-bewundernde Liebe, die man, aus einemguten Vorurthei, den Erzählungen und Liedern desMittelalters gemeiniglich als Charakter zuschreibt.Diele Gesänge und Geschichten zeigen ein Andres,das sich auch zu jenen gedankenlosen« und dabei un-ternehmenden Zeiten besser schickt und füget. Inmüßigen, reichen und üppigen Ständen, in Schlös-fern, an Höfen, deren es damals so viel gab, hatteman Zeit und Mittel, jene Galanterie, die ge-priesene Blüthe der Ritter-Jahrhunderte, oft ineinem Geschmack zu treiben, wie sie des BoccazDecamepone oder Brantome und so manchesüppige Espüwla schildert. Man rühmte sich dessen«was man erfahren haben wollte, nicht immer aufdie feinste und sittlichste Weise.

Tapferkeit. Ei» edles Wort; die damali-gen Zeiten aber gebrauchten es nicht immer in deredelsten Anwendung. Der Ritter, der in die Weltzog, Ungläubige oder Ketzer zu vertilgen, und sich,außer den Pflichten gegen Ebenbürtige, gegen Da-men, gegen seinen Lehcnsberrn und die Kirche« Al-les erlaubt hielt, war eben nicht das reinste Idealmännlicher Tugend. Eine Poesie also, die solcheNittcrzüge besang oder erzählte, mußte oft dumpfumherschwärmcn und bis zum Ermüden singen undsagen, was Rittcrthum und Ritterchre c»-