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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
Entstehung
Seite
309
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der Poesie und bildenden Künste. Z09

mischte, in ihr selbst verfallene Rö-mer spräche. Mil Recht hieß diese rustica, eineBaucrnsprcichc; di« Dichtkunst, die in ihr aufkam,konnte mit Noth und Mühe auch nur eine vulga-re Dichtkunst werden. Alles war hier durch einan-der gemischt und verdorben. Nordische Völker ka-men mit einer harten, sclavische, in Feigheit versun-kene Völker sprachen eine vernachläßigte Sprache.Unruhe und wicdcrkommendc Verwüstung, Nachtund Aberglaube verheerten die Welt; was aus die-sem Chaos über einander stürzender Völker undSprachen hervortöntc,. konnte nicht oder sehr jspatder Gesang jener Muse seyn, die einst in Jonien,Athen und Tibur reingcstim-mte, harmonische Saitenbeseelt hatte. Hier schrieb m,an Reime (cojstas ,rinreX

Einen noch herbcrn Feind hatte die Bildnerinder Sitten, die Poesie, an den Sitten dieserNationen selbst, im mittleren Zeital-ter. Kriegerischen Völkern ertönt nur stie Tuba;unterjochte, bäurische Völker sangen rohe Volksge-sange; Kirchen und Klöster Hymnen. Wenn ansdieser Mischung ungleichartiger Dinge nach Jahr-hunderten ein Klang hcrvorgiug ; so wars ein dum-pfer Klang , ein vielartiges Sausen.. Schon der Cha-rakter-Name des Inhalts der Zeiten sagt dies. Erbeißt Abentheuer^ Roman; ein Inbegriffdes wunderbarsten, vermischkcsten Stoffs, der ur-sprünglich nur ununterrichtetcn Lhren gefallen sollte,und sich fast ohne Kcnntniß der Natur, Kunst undGeschichte von der Vorwelt her über Meer und Lan-der in wilder Riesengestalt erstreckte. Von den Ara-