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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
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306
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3<,6 II. Jdecn zur Geschichte und Kritik

len Dichtern: denn — er war ein Mensch, er

dichtete für M en schen. Unvermerkt werden wiralso darauf geleitet, zu untersuchen, was jeder gegenjeden Aehnlichen in und außer seiner Nation, wasseine Nation gegen andre vor - und rückwärtsfey; und so ziehet uns eine unsichtbare Kette insPandemonium, ins Reich der Geister.

Wenn Poesie die Blüthe des Menschlichen Gei-stes, der menschlichen Sitten, ja, ich möchte sagen,das Ideal unsrer Vorstellungsart, dieSprache des Gesammtwunsches und Sehnens derMenschheit ist: so, dünkt mich, ist der glücklich,

dem diese Blüthe vom Gipfel des Stammes deraufgeklärtesten Nation zu brechen vergönntist. bs ist wohl kein geringer Vorzug unseres in-neren Lebens, außer den Morgenländern undAlten, mit den edelsten Geistern Italiens, Spani-ens, Frankreichs sprechen und bei jedem bemerken zukönnen, wie Er die Begriffe und Wünsche seinesHerzens, die Ihn am meisten entflammten, aufdie würdigste Art einzuklciden, und für Welt uy'dNachwelt angenehm, ja hinreißend vorzutragen such-te. Hingerissen in eure süßen und bittren Träume-reien; ihr Dichter, wandeln wir mit euch in einerZaubcrwelt und hören eure Stimme, als ob ihr leb-tet. Andre erzählen von sich und andern; ihr ver-setzet uns in euch selbst, in eure Welt von Gedan-ken und Empfindungen des Leides und der Freuden-

Und ach, wie klein ist unsre Welt! wie oftwiederholen sich Empfindungen und Gedanken! Engeist der Kreis des menschlichen Dichtens und Trach-