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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
Entstehung
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303
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der Poesie und bildenden Künste. 3v3

die Gelehrsamkeit, das Lob, die Politik, die Wis-senschaft rep rascntircnd. Es wird der Nationschwer, für sich allein zu seyn; sie ist gern im AugeAndrer, am liebsten im Auge des Universum, spre-chend, schreibend, agirend.

Die größeste Repräsentantin ist die französischeSprache. Mit dem Scheine Alles aufs genaueste,aufs feinste zu sagen, umschreibt sic in geltenden Aus»drücken, die jeder zu verstehen glaubt; und giebt,was sie in so großer Menge hat, ins Ohr fallendeWorte, gemein gewordene Abstraktionen. Un-endlich reich an Ausdrücken der Höflichkeit, der gutenLebensart, der Kunstphilosophie u. f. hütet sie sichwohl, mit diesen Ausdrücken etwas mehr zu mevnen,als zum conventionellen Alltagsverstandniß derselbengehöret. Wehe dem, der sich auf ein französischesModewort, auf eine Formel und Wendung des fran-zösischen Styls verließ; die Mode ändert sich unddas Wort bedeutet ganz etwas andres. —

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Sollen den Franzosen jetzt die Spanier Nachtre-ten, wie auch sie etwa von den Pcovenzalen gelernthaben? Nein. Die Eultur der Spanier ist von denProvenzalen nicht erborgt, sondern an ihrer Seitestolz und eigenthümlich erwachsen. Jahrhunderte langhatten die Araber ihr schönes Land besessen, und inalle Provinzen desselben ihre Sprache und Sitter,verbreitet. Jahrhunderte gingen hin, che es ihnenentrissen ward, und in diesem langen Kampf zwi-schen Rittern und Rittern hatten sie wohl Zeit, denCharakter zu erproben, der sich auch in Werken desGeschmacks als ihr Genius zeigt; es ist die^Jdee