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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
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der Poesie und bildenden Künste. i8r

auf solchem Stamme blühet; denn die Griechen be-saßen noch Einfalt des Geistes, Reinheit des Blickes,Muth und Kraft genug, diese als eine vollstän-dige, durch sich bestehende Idee in ihrenWerken darzustellen und zu vollenden. Im Kindedachten und bildeten sie die Kindheit, im Jünglingeden Frühling des Lebens, im Manne den Götter-sohn voll Selbstgenusses in Kraft und Würde. Andieser Heldcnidee nahm auch das weibliche GeschlechtThcil, wie jene schönen Bilder dev Amazonenzeigen, deren manche im Geiste eine Schwester deSEas tor und Pollux zu seyn verdiente. Nachdemin allen diesen Formen die Kunst der reinen IdeeSelbstständigkeit, Würde, eine in allenThcilen lcbendiggewordene Be deutung gegeben,und sie von jedem ungewissen, schwankenden oderfremden Beiwerke, wie durchs Feuer, gereinigt hat-te: so war von diesen Gebilden nothwendig auch je-ne Kraft, die ausfüllendzum Verständeund zum Herzen sin höchster Einfaltspricht, unabtrcnnlich. Der Zwang der Materiewar überwunden; Geschlecht, Alker, Charaktere wa-ren in ihrer Verschiedenheit und leisen Angranzung aufssicherste bemerkt; und mit gegebenen großen Vorbil-dern in jeder Art und Gattung waren dauerhaf-te Kategorien der edelsten und schönesten Menschenexisten; geordnet. Auf wiewenige Hauptformen tritt die formreiche, mensch-liche Natur in Gesinnungen, Leidenschaften und Si-tuationen zurück, wenn wir sic mit dem weisen undnüchternen Auge der Griechen ansehn! Der biegsa-me, kraft- und schönheitrciche Glieder.bau der Mensch-heit, in wie wenige Hauptb s deutungcn löset er