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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
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»8o II. Ideen zue Geschichte und Kritik

dcr Kunst, Cu stör und Pollux auf dem quiri-nalischcn Berge; in euch lebt mein Pindar. Gro-ßes Werk, eines Phid i as und Polyklets nichtunwürdig; uns wenigstens außer Griechenland undnach dessen zerstörten Heiligthümern, statt der Wer-ke des Phidias und Polpkletus. „LebtenMenschen wie ihr?" fragte mein emporklimmenderumwandclndcr Blick. „Nein !" antwortete dcr Geist,dcr euch umschwebet; „ober uns dachten, uns bil-deten Menschen. Heldenjünglingc, wie wir, wareneinst in der Seele vieler jungen Männer und Heleden. Auch den Dichtern sind wir erschienen; unddas Vaterland hat auf uns gerechnet." — Lebtwohl, Idole der Menschheit! Das Wetter ziehe euchvorüber und eine freche Faust müsse euch nie be-rühren —

Ehe wir höher hinaufsteigen, lassen Sic unsauf dieser Höhe des Hcldenideals verweilen.Zu den Füßen dieser göttlichen Menschen sitzen wirnieder, die Idee des Weges zu sammlcn, den wirzurückgclcgt haben. -

Die griechische Kunst kannte, ehrte und liebtedie Menschheit im Menschen. Den reinenBegriff von ihr zu erfassen, hatte sie sich aus viel-seitigen mühsamen Wegen, über schroffen Felsen,durch tiefe Abgründe, mit manchen UebcrtreibungeNund Harten unablässig bestrebet, bis dann selbstdiese übertreibende Mühe, die die Wahrheit um soscharfer verfolgte, nicht anders als zum Gipfel derKunst führte. In allen Menschenaltcrn und jederihrer merkwürdigsten Situationen in beiden Geschlech-tern hatte sie die Blüthe des Lebens gewonnen, die