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i'M II. Ideen zur Geschichte und Kritik
Jeder Held erscheinet iii seinem Ebarak-ter. Der schöne Kopf, den mein den Achillesnennt, so wie Ulysses, Ajap u. f.; sie zeigen,in welcher hohen Idee die Griechen sich jene HeldenHomers gedacht haben. Und hierin sind sie im ge-hörigen Maaßc des Abstandes von so vielen Köpfender Dichter, der Dichterinnen und Weisen nichtverschieden; die meisten davon sind idcalisch gebil-det, nicht weniger, als Apollo und die Musen.Eben aber durch diese i d ea l i sch e Fo r m - Er-findung werden sie lehrreich. Man siehet, wenndas Bild alt und acht ist, wie die Kunst sich ausdem Inbegriffe der Gesänge und Sagen einen H v-mer, wie sie sich einen Pythagoras und Pla-to dachte.
Der Held der Helden'ist Herkules; er istes auch in der Kunst, sofern diese ihr Ideal nichthöher hinauftreibt, als daß sic unbezwingbareStarke, unerschöpfliche Kräfte in einem Menschen-körper darzustellen zum Zwecke hat. Mittelst solcherGlieder hat er seine Thaten gelhan und den Olympcrsieget; die Fabeln hiervon hat die Kunst mit gro-sser Energie ausgebildet. Herkules, in mehreren sei-ner Gefahren, insonderheit wie er den Höllcnhundbezwingt, gab eine schöne Gruppe; und sein Torso,in welchem er von seinen Mühseligkeiten ausruht,ist durch M ic h ae l- A n gcl o der neueren Kunstein grosses Vorbild worden. Köpfe vom jungen Her-kules sind von unbeschreiblicher Schönheit; und sei-ne I o l e, O m p h a l e, Dejanira, sind vonder Kunst und Dichtkunst sehr wohl gebraucht wor-den. Da indessen die bloße Uebermacht körperlicher