der Poesie und bildenden Künste. 177
wärest Einer derselben! Der ganze Habitus derMenschheit, wäre er in Unschuld, Liebe undEinfalt noch nach diesem Bilde gebildet!" „SolcheGefühle hatten mir zur Aufmerksamkeit auf alles,was diese meine geliebten Menschen anging, auf dieVerhältnisse ihrer Glieder, ihrenStand, ihre Gebehrde und Sitte, denGrad der Leidenschaft, dessen sie fähig schie-nen, auf ihre Kleidung und ihren Wink.dasAuge geschärfet. Soll ich Ihnen aus dieser stum-men Schule der Humanität Einiges nocherzählen *) ?
18.
Ävri Menschen komme ich zu Helden- undGöttergestalten, ob ich deren gleich auch schoneinige vorübergehend berührt habe z wir betrachtensie hier, wie sie cs auch waren, als reine For-men der Menschheit.
') Ich darf vüraussetzcn, daß den Lesern dieser Brie-, fc die in ihnen angeführcen Denkmale der Kunst,wenn nicht in den Urbildern, sü doch in Abgüssen,Abdrücken, Zeichnungen, Kupfern, oder aus -Be-schreibungen, z. B. in Winkelmanns Geschich-te der Kunst, Stolbergs Reisen u. a. endlichwenigstens aus der Mythologie bekannt sind; ihnenalso eine Klassifikation nach der reinsten und höch-sten Bedeutung nicht unangenehm seyn werde.
Herders Werke;, schön,Lir,u,Kunst. Vlll. M -töb.u.Lme/e.