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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
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176 II. Ideen zur Geschichte und Kritik

noch ungebändigten Stolz zum Charakter gab»den mehrere griechische Ditcher in Worten charakteri-sirt baden: so sei) es erlaubt, mich von ihnen zueiner unglücklichen Familie zu wenden, die für michin ihrem heilige» Style die hohe Tragödie derKunst ist, Niobe mit ihren Kindern.Ich will sic mit Worten nicht entweihen; aber einigeTochter und einige Söhne machen einen so reinen undtiefen Eindruck, daß jeder Vater, jede Mutter wün-schen müßte, Kinder ihrer Art zu erzeugen, jedeBraut und jeder Bräutigam, sich in diesem Geschlechtzu verloben. In dem Zimmer zu Florenz, wo ichmich mit den Eingekcrkcrten einschloß, kamen miralle Unglücksfalle vor Augen, die je auf Erden einsschuldlose schöne Familie betroffen haben möchten;statt aller stand sie mir da, im Mutter - und Ju-gendschmerzc eine heilige Krone. —

Soll ich nach ihr alle Sccnen durchgehn, woEmpfindungen der Bruder- und Schwester-,der Freundes- und Gattenliebc in stummenBildern rührend dastehn? Nie bin ich, ihr schönenJünglinge, die man Orest und Pyladcs nennet;nie von euch, ihr stillen Vertrauten, die man alsHyppolytus und Phädra fälschlich anklagt, nievon so mancher andern Gruppe, da sich auf demGrabsteine noch, (das Kind in ihrer Mitte), liebendeHände den Bund dev ewigen Treue schwören, weg-gegangen, ohne daß mein Herz durch die Innigkeit derGefühle, die aus diesen Gebilden sprachen, innig er-weicht war. Ich war in einer andern Welt gewesen,«nd »sprach zu mir: könntest du mit ihnen leben, und

wärest