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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
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175
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der Poesie und bildenden Künste. 175

een, Furien und Medusa selbst empfingen ihrAntheil an dieser Blüthe jungfräulicher Jugcndschön-heit. Warum bist du von Herkules Knieen ent-rückt, du Göttin -mit der Schale ewiger Jugend,blühende Hebe? Ihr Horen um Jupiters Haupt,ihr Schwester-Grazien, die ihr, in un-trennbarer Liebe verschlungen, am Kephisucftromeeure ewigen Tanze sepert; warum erscheinet ihr unsin Nachbildern, die uns nur eure Idee gewahren?Indessen haben wir Figuren des Alterthumö genug,um den Begriff der weiblichen Jugendschone ausihnen zu schöpfen.

Und ihr he il ig en M u sen, vor allen du,hochaufstcigcnds Meipomenc, mit deinem Antlitzevoll cdeln Unmuths und hoher Würde; so oft ich beieuch, (ungleich an Kunst, wie ihr da stehet), im va-tikanischen Tempel war, dünkte ich mich, zwar nichtauf dem Parnaß zu sepn und eures begeisterten Füh-rers Apollo Stimme zu hören; aber in der Gesell-schaft reiner Wesen fand ich mich, deren JedeUns mit ihrer Bildung, mit ihrem Anstande, ihrerAufmerksamkeit und Eebehrde mehr sagt, was Dicht-kunst, Musik, Wissenschaft und Musedes Lebens sey, als eine Encyklvpadie uns sagenkönnte. Ihr kehrt den Blick gewaltig in uns, undmacht uns scheu, euren Namen nur auszusprechen,oder den Saum eures Gewandes zu berühren. ImKapitolium rupft die Muse der Sirene mit Schmerzden Flügel; und in mehreren Darstellungen wirdMarsias dem Apoll ein gräßliches Opfer.

Wenn die griechische Kunst der weiblichen Ju-gend Grazientanz, fröhlichen Leichtsinn,oder Schüchternheit, Spröde, endlich jenen