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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
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170 H- Ideen zur Geschichte und Kritik

kurz, anschauliche Kategorien der Mensch-heit gegründet. Davon verstanden nun freilich jeneBarbaren nichts, die in einem Basalt-Kopfe Ju-piters nichts als den schwarzen Kopf eines Sa-tans, im schonen Apollo einen wahrsagenden bösenGeist, und in der himmlischen Aphrodite eineunzüchtige Dirne zerstörten. Der einzige Begriff,daß alle diese Kunstwerke Gegenstände der Abgötte-rei), Behausungen orakelgebender, lustverführender,böser Dämonen seyn, hing wie ein schwarzer Nebelvor ihren Augen, daß sie den wahren Dämon, daSIdeal der Menschenbildung in ihrenreinsten Formen nicht zu erkennen vermochten.Auch Keinem von denen wird er sichtbar, die inder Statue nur die Statue, in der Gemme denEdelstein und in Allem nur Pracht, Zierrarh, her-kömmlichen Geschmack oder Altcrthums - und mecha-nische Kunstkenntnisse suchen. Am weitesten entferntdavon eine falsche und enge Theorie, die sich gegenjede Aeußcrung und Offenbarung des menschenfreund-lichen, wahrheitdarstellenden Gottes hinter Wortlar-ven mit einem kalten Stolze brüstet. Au uns wirdder Dämon der Me n sch e n n a t u r aus denWerken der Griechen rein und verständlich sprechenkönnen: denn wir werden ihn mitfühlend, sympa-thetisch hören. Schwärmerei) und Begeisterung kön-nen uns hier nicht helfen, wo es auf Helle Begriffeüber die Frage ankommt: „wie zeigt sich derGenius der Menschheit? auf wie ver-schiedene Art in Hauptformen? welchessind unter diesen die höchsten Punkte,gleichsam die k on so nen Stellen der ge-spannten Saite, in welchen Harmonie