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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
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164 II. Ideen zur Geschichte und Kritik

seines Glücks. Auf eine niedrige Weise, nachden Begriffen seiner Zeit, ein Glück machen,konnte und wollte er nicht; er schlug dazu alle Ge-legenheiten aus, die er auch nicht zu brauchen ge-wußt hatte; dagegen erwarb er sich eine Liebe undAnhänglichkeit, ein'Ansehen und einen Namen, überwelchen man fröhlich erstaunet. Welche Briese undAnreden, die er an Kaiser, Könige, Papste, kar-dinale, Bischöfe und Fürsten schrieb! und welcheArt, in der sie ausgenommen wurden! Keine Ver-änderung der päpstlichen und bürgerlichen Welt, dieeinigermaßen sein Italien betraf, ging vor, ohnedaß er den lebhaftesten Antheil daran genommenhätte; eben weil sein Vaterland so ganz in seinemHerzen wohnte. Vergleicht man in diesem Punkte,im Punkte der Achtung nemlich, die man dem Hel-len Verstände, der reinen Wissenschaft Petrarca'serwies, seine Zeiten mit den unsrigcn; welche sollman barbarisch nennen? Dort hatte man wenigstenseine Achtung für den Verständigen, der, obwohlblos ein Mann der Wissenschaft und kein Staats-dicner, bei öffentlichen Anlässen anmuntertc, rieth,warnte, lehrte; jetzt würde dem Petrarca selbstschon der poetische Lvrbeerkranz auf seinem Schädelallenthalben ein Stillschweigen auflegen, wo er nichtzu lobe» vermöchte. Und doch war es eben und ein-zig diele Liebe und Achtung für Wissenschaften, dieden Zeiten aufhals, ohne welche wir noch in derBarbarei) lagen. Wer stehet 'nicht noch jetzt dasBild des Königes Roberts von Neapel, deredel» Colonna's und so mancher andern seinergroßen Freunde in Petrarca's Schriften mit Liebeund Bewunderung an ? Wie in einem Traume liefet