der Poesie und bildenden Künste. i5y
Ach, wohin ist der Geist der Liebe geflohen? woist er,
Und wo soll ich ihn finden? Wer wird ihn wieder er-wecken ?
Wann wir umher im Kreise der schattigen Ulmen ^
der Pappeln,
Saßen und uns erweckten zu zärtlichen Liedern: ein
Ko» sucht
Lockend den andern; es schlägt von der Brust des ant-wortenden Sängers
Lauter die Liebe zurück ans Herz des rufenden: wech-selnd
Streitet im brünstigen Zwist der Gesangs Es schal-let vom Felsen
Schallt aus dem Haine wieder; es hebrcher glänzen-de Bach sich
Liebeschwellend empor; von athmenden Wlüthen und
Zweigen
Haucht balsamischer Dust umher durch die Lüste, und
leise
Siegt sich die schweigende Nacht mit thaubefeuchteten
Schwingen.
Aber der Menschen holdes Geschlecht; wie seh' ichsie traurig
Jene Gefilde durchwandeln! Wie fremd' am Blick und
von Ansehn
Wohin wcndt sich ihr trüberes Aug' ? Ach, bin zu den
Scenen
Voll des Mordes und Bluts! O ruft die Sinnen zu-rücke ;
Warum sie tauchen in Gräul und Elend der Menschen?
Wer wird euch