rüc» II. Ideen zur Geschichte und Kritik
Künftig erwecken die Brust zu sanftern, holder» Ge-fühlen?
Wird dann das beste Glück des Lebens, die Freiheit,
so theuer
So mit Strömen des Bluts erkauft? Wer wird sie
erkennen,
Wer die schmalere Grenze, wo Recht sich scheidet vom
Unrecht?
Blicke des Argwohns begegnen dem Freund aus dem
Auge des Freundes.
Jedes festere Band des Lebens knüpfet und lös't sichNur durch Unwill und Wuth. Ich sehe den stilleren
Weisen
Einsam wandeln; sein Haupt deckt drüber Liefst»»;
es hänget
Zitternd über demselben das Schwcrdt der Entscheidung;
ihm tönen
Nicht mehr die Lieder ins Ohr der zarten Liebe, der
Freundschaft,
Der erweckten Natur, des süßen traulichen Umgangs.
Und o, das blühende Mädchen! Ihr Hauch beleb-te die Wüste,
Wenn die Wüste beleben sich könnte. Bon ihrem Ge-sänge
Uebersteigen die Strahlen die meinigen» Wäre zur
Blume
Sie des Haines geschaffen, kein Blümchen glich ihr
an Reize,
Keines an himmlischem Glanz noch Duft. Sie sen»^ ket ihr Auge
Nieder