i5§, II. Ideen zur Geschichte und Kritik
vom Kranze der Mutter der Götter gepflücktund in unsre Garten verpflanzet.
Das Idyll der Alten, (cm unbestimmter Na-me), bat mit dem Verfolge der Zeiten sich gleich-sam willkührlich zu Land-, Schäfer-, Hirten-, Fi-schecgedichtcn, kurz in Gesellschaften zurückgezogen,in denen ohne politische Kunst die unschuldige Na-tur regieret. Manche von Rions, Moschus,Theokrits Gesängen gehören dahin; und die neu-ere Poesie, wenn sic der politischen Welt und derwollüstigen Kreise satt war, hat ihr Daseyn dahinverleget. Virgil, dessen meiste Eclogen bloße Nach-bildungen sind, entbrach sich nicht, in seinem T i-tyrus, Pollio, Silen diese reizende Dichtungals eine Einfassung höherer Vorstellungen zu gebrau-chen.
Daher, als in den irritieren Zeiten die Poesiewi der auflebte, erinnerte sic sich bald ihres ehemali-gen wahren Geburtslandes unter Pflanzen und Blu-men. Die Provenzal- und romantischen Dichterliebten dergleichen Beschreibungen; bei Spenserz. B. sind eS noch immer anmuthige Stanzen, dieuns schöne Wüsteneien stimmt ihren Gewachsen undBlumen schildern. Mit außerordentlicher Liebe undeinem Uebcrfluß der Phantasie sind Eowley's sechsBücher von Pflanzen, Krautern und Bäumen ge-schrieben ; ein neuerer Britte, der den botani-schen Garten*) nach Linncus Geschlechter-Sy-
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