der Poesie und bildenden Künste. r3Z
Uber die Treue des Jahrs und der wiederkehrende»
Monden
Milder Geschenk ersetzt ihm bald den vergessenen Mis-
wachs.
Eben als ich noch wünschte, daß die Unsichtbarendiese Worte in aller Frohnherren Herz singen möch-ten , weckte mich ein sanfterer Laut. Er sang dieallmahlig anbrechende Zeit des Blumenftühlings:
Sieh! im wärmeren Strahle der rückwärts - kehrenden
Sonne
Freut sich die Blumengöitin bei ihrer Kinder Entwick«
lung,
Oeffnet die Kelche der Müthen und schmückt die bräut-liche Lellus.
Zwar es entfalten früher die Schatlengewächse der
Haine,
Eh sie das Laub bedunkelt mit seiner kühlen Umrvvl-
bung,
Ihre zärteren Blumen dem ersten Strahle des Lenzes.
Blaue Hepatika, dich und das Herzerfreuende Weil-chen,
Euch erziehn die Dryaden zu ihren frühesten Kränzen.
Sie durchweben ihr Blau mit dem Golde des Früh-
lings-Crokus
Und mit den Silbersternen der A n e m o n e der Haine;
Früher blüht der Helleborus, früh die duftende
Daphne,
Und der Aurik eln Geschlecht, verpflanzte Töchter der
Alpen.
Aber die späteren Blumen verschließen die duftenden
Glocken