iZ8 II. Ideen zur Geschichte und Kritik
ncten Entwickelung der Blumen. Menschen-,freundliche Genien sangen also:
Flora, wo deine Hand mit hymenaischem BandeNicht im Lenz vermählte der Tellus zahllose Kinder,Trauret umher die Statur in Nahrung - entbehrender
Oede.
Wein- und gesanglos schleicht Autumnus; es darbet
Pomona;
Nichtiges Stroh entfaltet der Fackel des Sirius Ceres;Traurig stehet der Hain, der chaonischcn Eicheln ent-behrend :
Denn es ergrauete schon im April die Hoffnung des
Jahres.
Glücklich ist der Hirte, der durch gesicherte Habe,
Der, durch leitende Weisheit und Güte des Staates
veredelt,
Lernte der Aemsigkeit Werth und Zukunft - ahnende Vor-sicht.
Ihn ergreifen mit eisernem Arm des darbenden JahresSchrecken nimmer; es spendet ihm nicht, wie dem üb-rigen Zugvieh,
Schlechte, kärgliche Kost der unfreigebige Frohnherr.Ihn treibt nicht der Hunger aus thranenloser Despotenkändchen, aus Deutschland hin zu des fernen Astrakans
Oeden,
Siehe, der reiche Gewinn von tiefer-geackerten eignenSaaten und üppiger Wiesen sich stets erneuernder Klee-wuchs
Blieb ihm von besseren Jahren. Er theilt den Ueber-
sluß willig
Mit dein-hülflosen Volk angränzender Sklavenländer;