iqo II. Ideen zur Geschichte und Kritik
Noch dem nächtlichen Froste, dem Störer ihrer Befruch-tung.
Wärmere Löst' umathmen den üppiger schwellen-den Frühling;
Wenn, von den Horen umtanzt, der Wagen des ^Son-nengottes
Steileren Pfades rollt an dem hohen Bogen des Aethers;Wenn in dem jungen Laube die Vögel sich alle begatten,Wenn in den lauen Bächen sich paarend verfolgen die
Fische,
Oeffnen die Blumen sich auch der allbefruchtenden Liebe.Bräutlich pranget im weiß - und röthlichen Kleide der
Obstbaum,
Wärmende Augenblicke, sanft wechselnde RegenschauerUeberweben mit tieferem Grün, mir dichteren BlumenSonnigte Gipfel und duftende Wiesen, in welchen sich
zahllos
Wankende Blumen mit Blumen, mit Gräsern Gräser
vermählen.
Hymen herrschet im Hain; es neigen sich liebesehnendWeibliche Blüthenzwcige zu männlich befruchtenden
Aesten.
Siehe, der Tannenwald raucht! Es öffnet die feuchte
St y m p h ä a
Ueber den Wellen den Schoos der Zeugung fördernden
Sonne.
Fcuerfarbener Mohn und blüthenbestäubter WaizenTaumeln unter einander, verwebr mit blauen Cyanen;Honigsuchende Bienen und laue Lüste befördernIhren geheimeren Bund; doch keine der Arten verwirrt
sich.
Liebetrunken schlug die Nachtigall einzelne Tonein diese Beschreibung. Und sie fuhr fort, als eine