der Poesie und bildenden Künste. »3r
Erkenne, was der Mensch ist, und du wirstDoch glücklich scyn. Hier hörst du Einen todt;
Dorr ist ein anderer gebohrenj dieseGebühr nichr, jenem ging cs übel; derHar Husten; jener weint. Das alles bringt
Die Menschheit mit sich; fliehe Nur den Gram.
*
Viel Unglück ist in dielen Hausern, das,
Wenn man es gut erträgt, uns Gutes bringt.
»
Der Menschen Viele machen sich das UebelNoch größer, als es ist. Dem starb ein Sohn;
Dem eine Mutter; dem, beym Jupiter!
Gar ein Verwandter. Rahm' ers, wie es ist,
So starb ein Mensch. Das ist an sich das Uebel.
Nun aber ruft er aus l „das Leben ist für michKein Leben mehr! Er ist dahin ! Ich wtrd' ihnNie wieder sehn!" Er sieht den UnglücksfallAllein in sich und häuft auf Uebel Uebel.
Wer alles mit Vernunft betrachtet, wieEs an sich selbst, und nicht für ihn nur sey,
Empfängt das Glück Und hält das Unglück fern.
In Traurigkeit sein selbst noch Meister seyn;
Dies ists, was mich erhält, und was den Menschen
Macht.
ck
Wir armen Menschen! Unser Daseyn istEin Leben ohne Lebest. McynungenBeherrschen uns, seit wir Gesetze fanden,
Der Vor!- und Nachwelt MeynuNgen. Wir suchenDem Uebel zu entgehn und finden unsZum Uebel Vorwand.
I r