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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
Entstehung
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129
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der Poesie und bildenden Künste.

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Tie einem bösen Nachbar nah; sie hebt

Ihr Haus und wandert weiter. Darum wohnt

Sie sorgenlos, weil sie die Bösen immer flieht.

Er ist ein Knecht; hat aber Fleisch und Blut

Wie du: denn keiner ward durch die Geburt ein Knecht;

Unglücklich Schicksal macht zum Sklaven nur.

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Ein böser Diener wird der Strafe nicht entgehn;

Du aber sey der Strafe Büttel nicht.

*

Dein Wort, o Freund, hat deine schöne LhatGeschmäht; des Reichen Lhat hat Bettlers Wort ver-nichtet.

Rühmst du die Gabe selbst, die du dem Freunde gabst,So warst in Lhaten du ein Feldherr, und im WortEin Mörder. —

Sprich nicht: „das will ich geben." Denn wer spricht,Der giebt noch nicht und hindert Andrer Gaben.

Mit rechter Unterscheidung gib und nimm.

Das kleineste Geschenk, es wird das Größeste,

Wenn du's wohlmein e nd giebst.

*

Den Armen haß' ich, der dem Reichen schenkt;

Er schilt das Glück, die Unersättliche! —

Sey einem Alten, der La fehlt, nicht hart;

Ein alter Baum ist zu verpflanzen schwer.

*

Im Alter kommt der Rcichlhum uns zu gut,

Er führt den Alten glücklich an der Hand.

HerdersWcrke z, schön.Lit.u.Kunst. VIl, I