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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
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der Poesie und bildenden Künste.

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wie dieses, enthielten, das Publikum ungebildet,unerleuchtet bleiben könnte.

Bei der zweiten Ausgabe des Di de ratschenTheaters bezeugte Lessing diesem Schriftsteller öffent-lich seine Dankbarkeit, als dem Manne, der an derBildung seines Geschmacks großen Antheil habe.Denn, fahrt er fort,cs mag mit diesem auch be-schaffen seyn, wie cs will: so bin ich mir doch zuwohl bewußt, daß er ohne Diderots Muster undLehren eine ganz andre Richtung würde bekommenhaben. Vielleicht eine eignere; aber doch schwerlicheine, mit der am Ende mein Verstand zufriedenergewesen wäre. " Und setzt sodann weiter den Ein-fluß ins Licht, den Diderots Stücke, insonder-heit sein Hausvater auf das deutsche Theatergehabt haben.

Sie wissen, wieviel Diderot darauf hielt,daß Stande aufs Theater gebracht werden sollten,und was Lessing in seiner Dramaturgie dabei zuerinnern fand. Natürlich können Stände ohne be-stimmte Charaktere auf dem Theater keine Wirkungthun; aber bilden sich die Charaktere der Menschennicht in und nach Standen? und welcher Standhatte auf den Charakter mehr Einfluß, als derStand eines Prinzen? Hier hatte also Lessing einweites Feld, das philosophische Allgemeine,dadurch Aristoteles die Poesie von der nackten Ge-schichte unterscheidet, als Philosoph und Dichter zubearbeiten. Er zeigt den Charakter des Prinzen inseinem Stande, den Stand in seinem Charakter,beide von mehreren Seiten, in mehreren Situationen.Nicht nur bringt er den Prinzen in seiner gegen-