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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
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der Poesie und bildende» Künste. ro3

finden oft schwer wird. Der Hörer würde dadurchgewiffcrmaaßen in die römische Welt, oder wenig-stens in Zeiten seiner Jugend versetzt, in welchen erHorciz zuerst lieben lernte.

Wie glücklich war überkaupt dieser Dichter!Nicht nur im Leben, sondern auch in der Reihe vonWirkungen, die ihm nach seinem Tode das Schick-sal anwies. Die lyrischen Dichter der Griechen sinduntergegangen; Er fast allein hat uns mehrere For-men ihrer Gedanken, ihrer Empfindungen, ihresAusdrucks, ihrer Sylbcnmaaßc in seinen Nachbil-dungen gerettet; und was damit für ein Schatz ge-rettet sey, hat die Zcitfolge erwiesen. Die Pindari-sche Form, die Form der griechischen Scholien undEhyre, war und blieb den Sprachen Eucopa's un-anwendbar; in der Horazischen Form erhob sich dieOde, selbst zu einer Zeit, da die Nationalsprachender Europäischen Völker ungebildet dalagcn. Inallen Ländern schlossen sich die Geister deS Gesangesdem Bcnusinischcn Schwan an, und drückten zuerstin dcp geliehenen lateinischen Sprache Gesinnungenaus, die sie in ihrer Landessprache noch nicht aus-zudrücken vermochten. Wie niedrig ists, was B a l-d e u. a. Deutsch sangen; wie edler, wo sie das vonHvraz geheiligte Werkzeug der Sprache anwendcnkonnten! Ohne ihn hätten wir keinen Sarbievius,dessen Oden, von Götz u. a. wiederum in unsreSprache übertragen, immer noch den Römisch-Grie-chischen Geist athmen. Gehen Sie in diesem Ge-sichtspunkt die Sammlungen durch, die Gruteru. a. von den lateinischen Dichtern der Italiener,Gallier, Belgcn, Deutschen, Dänen,