der Poesie und bildenden Künste. 99
Frieden! Beides hat uns Homer so vorzüglich undhell dargclegt, daß wir auch hier den Meister sehen,der in die rohesten Dinge Weisheit und Mensch-lichkeit brachte.
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Sohn! dir werden die siegende Srarke »ach ihremGefallen,
Pallas Und Juno verleih»; du aber bezähme desHerzens
Stolzaufwallenden Muth: denn gütige Triebe sindedler.
Diese Lehre laßt Homer den alten Peleus sei-nem Achilles aus den Zug vor Troja mitgeben, unj>die ganze Jliade ist ei entlieh ein Lob der Philo-phrosyNe, d. i. gefälliger, menschenfreundlicherGesinnung: Unmukh ist dem Homer eine Plage desLebens, selbst wenn cs ein gerechter, göttlicher Un-muth wäre. Er frißt am Herzen, und na-
get ab die Blülhe des menschlichen Lebens; bei denmenschlichsten Gesinnungen wird der Gekrankte widerseinen Willen ein Unmensch. Die älteste griechischePhilosophie ging da hinaus, das Gemnth der Men-schen vor jedem Aeußcrsten zu bewahren; die ältestePhilosophie der Griechen aber war bei den Dichtern.Mit Rechtschaffenheit, Ruhm und Gesundheit einheiteres, frohes Leben führen zu können, stelietensie als den höchsten Wunsch der Sterblichen dar,
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