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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
Entstehung
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der Poesie und bildenden Künste. 95

Dies ist das lctztemal, da Agametnnons in der Ili-as gedacht wird; wie tief steht er unter Achill, indessen Zelte sein Feind ruhig schlaft!

Ich weiß wohl, daß man die gedrohte Miß-handlung am Leichnam Hektars dem Achilles hochaufnimmt; aber preiset sie Homer? und verhindernsie die Götter nicht selbst, denen Achilles sogleich,wie ein jKind, gehorchet? Und was hatte Hektarmit Patroklus Leiche im Sinn, über die ein so hitzi-ger Kampf war?

Man ist gewohnt, Achill und Hektor zum Nach-theile des Ersten zu vergleichen; nach welchem Maaß-stabe? Nicht mir waren es verschiedene Charaktere,und zu Achills Charakter gehörte, was er war, un-trennbar; sondern Hektor war auch ein Trojaner-Daß in Troja, dem alten asiatischen Königssitze, eingrößerer Reichthum, eine weichere Lebensart herrsch-te, als in den meisten griechischen Staaten sepnkonnte, zeigt sich in mehreren Stellen der Jliade;der Charakter des ersten Trojaners mußte diesem Zu-stande gemäß sepn. Der Spiegel Homers, in wel-chem sich alle Dinge der Welt gleich klar und reindarstellen, zeigt alle Gestalten gleich menschlich undmilde. Bei völligen Gegensätzen scheint eine Ver-gleichung kaum möglich; und doch wirft Homerauf alle, wo irgend er kann, den milden Strahl derMenschheit.

Sein Gedicht endet, ehe Troja erobert wird,ehe wir also die Gräuelthaten der Griechen in diesereroberten Stadt gewahr werden. Selbst sein Heldhatte das gute Schicksal, die schreckliche Folge seiner