der Poesie und bildenden Künste. Zr
tet und beschreibet. Eben dieselbe Mutter des Be-leidigten, die den höchsten Gott anfleht, hatte demDichter Raum gemacht, einen falschen Traum vomHimmel kommen zu lassen, der dem Könige cinbilde,Er könne jetzt, dem Achill zum Trotze, Troja imHui erobern.
Dagegen erhebt sich nun freilich der alte Nestor
— Und sagte mit Weisheit:
Halte den Traum von allen Achäern ein andrer er-zählet ,
Würden wir sagen: du lügst! und ihn unwillig ver-schmähen.
Aber ihn sah der König —
Und sogleich steht der König von seinem Sitzeauf, stützet sich auf seinen über Alles gepriesenenScepter, hat sogar eine herrliche List erdacht, dieAnhänglichkeit der Griechen an Ihn, an seinen Bru-der Menelaus und dessen Weib, Helena, zu prüfen,überzeugt, daß sie sich ihm nicht anders, als zumOpfer geben würden. Die königliche Persuasionmißrath; der kluge Ulysses, mit dem noch unveral-tctcn Scepter Agamemnons in der Faust, kann siekaum wieder zu ihren verlassenen Sitzen bringen;wo denn Thersites aufsteht, und Er allein, auf dieunschicklichste Art, der Sache Achills erwähnet.
So mancherlei über diesen häßlich-lächerlichenThersit geschrieben worden; so steht Jedermann daSvor Augen, daß den Edelsten der Schlechteste, denHerrlichsten der Häßlichste allein und aufsNie-drigste verthcidigt. Jeder gönnet diesem die Schlä-