der Poesie und bildenden Künste.
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Stimme eines griechischen Barden, der einem rohenVolke Mahrchcn aus roheren Zeiten vorsingt, umdiese mit ihren Unförmlichkeiten ja nicht untcrgehcnzu lasten; warum wandte man Jahrtausende hin-durch aus ihn so viele Mühe? Waren die Griechen,die Römer, und unter andern Nationen die feinstenDenker, waren unter den Griechen Gesetzgeber, Künst-ler, Weise, Dichter nicht abergläubig und blödsinnig,daß sie aus einer Tradition vergangener Unmensch-lichkeit.n so viel Wesens machten, und- einen unrei-nen Schlamm in so viel Bäche ableitetcn? Dashüße ja die Unmenschheit oder Halbmcnschhcit umso gefährlicher fesihaltcn, weil sie mit Homers Far-ben geschmückt war.
Fragt man bei jeder Geschichte, bei jedem Dra-ma: „wer spricht dies? wann? wozu spricht er's?„in welchem Charakter handelt er? wozu stellte ihn„der Geschichtschreiber oder Dichter auf?" wie? undbei der größestcn Composition der Welt wollte mannicht also fragen?
Was besingt Homer? nicht den trojanischenKrieg, nicht eine Geschichte alter Zeiten, als solche;auch nicht Achilles Geschichte; sondern
Den Zorn, des Peleiden Achilles
Schädlichen Zorn, der tausend Jammer den Griechen
gebracht hat,
Und viel tapfre Seelen der Helden zum Orkus hin-abstieß,
Ihre Leiber den Hunden und allem Gevögel zum
Raube
Gab —