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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
Entstehung
Seite
87
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der Poesie und bildenden Künste.

L?

Stimme eines griechischen Barden, der einem rohenVolke Mahrchcn aus roheren Zeiten vorsingt, umdiese mit ihren Unförmlichkeiten ja nicht untcrgehcnzu lasten; warum wandte man Jahrtausende hin-durch aus ihn so viele Mühe? Waren die Griechen,die Römer, und unter andern Nationen die feinstenDenker, waren unter den Griechen Gesetzgeber, Künst-ler, Weise, Dichter nicht abergläubig und blödsinnig,daß sie aus einer Tradition vergangener Unmensch-lichkeit.n so viel Wesens machten, und- einen unrei-nen Schlamm in so viel Bäche ableitetcn? Dashüße ja die Unmenschheit oder Halbmcnschhcit umso gefährlicher fesihaltcn, weil sie mit Homers Far-ben geschmückt war.

Fragt man bei jeder Geschichte, bei jedem Dra-ma:wer spricht dies? wann? wozu spricht er's?in welchem Charakter handelt er? wozu stellte ihnder Geschichtschreiber oder Dichter auf?" wie? undbei der größestcn Composition der Welt wollte mannicht also fragen?

Was besingt Homer? nicht den trojanischenKrieg, nicht eine Geschichte alter Zeiten, als solche;auch nicht Achilles Geschichte; sondern

Den Zorn, des Peleiden Achilles

Schädlichen Zorn, der tausend Jammer den Griechen

gebracht hat,

Und viel tapfre Seelen der Helden zum Orkus hin-abstieß,

Ihre Leiber den Hunden und allem Gevögel zum

Raube

Gab