der Poesie und bildenden Künste L3
Da tratest du auch auf, erhabner EpikUr,
Der Tugend achter Freund und Kenner der Natur. —
Verehrungswürdges Rom, groß durch erfochtneKronen,
Noch größer durch den Geist gepries'ner Ciceronen,
O Rom, Europa selbst, von deiner Herrschaft JochBorlängst entlediget, ehrt dein Gesetze noch.
Aus Quellen der Natur sind deines Rechtes LehrenUrsprünglich hergeführr; sie müssen ewig wahren!
Die Nacht der Barbarei verfinsterte dies Licht,
Die Welt verwilderte und sah die Lugend nicht.
Ein schwarzes Wunderrhier, der Ketzereifer siegte,Der Dummheit Lugend hieß und mir dir Wahrheit
kriegte;
Bis ihr verstärkter Glanz der Welt mehr Einsicht
gab;
Da fielen der Vernunft die schweren Fesseln ab.
Der Dichter nennt Baco, Grotius, Puf-fe N d o r f u. a. mit verdientem Ruhme! er gehetdie Pflichten durch, gegen Seele und Leib, gegenGott und Andre. Ucbcr Jcrthum und Unwissenheit,Klugheit und Thorbeit, über die Verbindlichkeit zurWissenschaft Und zu allgemeinen Begriffen, überErfahrung, Vernunft, Geschichte, Fabel, Selbster-kenntnis, als Mittel zu Besserung des Verstandesund Willens, enthalt sein Gedicht schöne Stellen.Desgleichen über einzelne Pflichten, die Mäßigkeit,Sittsamkeit, Genügsamkeit, Verbindlichst zur Ar-beit, über Pflichten in Glück und Unglück, überdie Dankbarkeit gegen Gott, das Vertrauen auf die
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