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II. Ideen zur Geschichte und Kritik
Das ihm geliehne Gut zieht er dem eignen für;
Im kleinsten Werk getreu, verschwiegen bis zur
Baare,
Und zu des Freundes Dienst bereit bis zum Altäre.Hört, Bürger der Natur, den Inhalt aller Pflicht:Lernt die Gerechtigkeit! vergesset Got-tes nicht !
Gereizt durch diese Stelle, schlug ich weiter zurückund fand die Geschichte der Humanitätso vocgetragen :
Vernunft, der Gottheit Strahl, der rohen Völkern
schien,
Hieß aus des Waldes Nacht sie in die Städte ziehen ;
Gab Ordnung und Gesetz, schuf Menschen aus Bar-baren.
Dies hob der Weisen Ruhm in Griechenland empor,
Und rief aus Scythien den Anacharsis vor.
So war der Menschheit Recht der Leitstern alter Wei-sen;
Doch keiner wagte sich es andern anzupreisen-
Die Welt verdankt dirs nie, unsterblicher Sokrat!
Dein Fuß betrat zuerst den ungebahnten Pfad.
Der alte Philosoph, vertieft in Zahl und Sternen,
Erhielt von dir die Kunst, sich selbst beschaun
zu lernen.
Es sah der Mensch das Licht, das langst in ihm ge-brannt ,
Und das, vom Wahn umwölkt, nur Trägheit nicht
erkannt.
Da fühlte sich Athen, und lernte Platons Lehren,
Des Weisen von Stagyr, des Epiktets, verehren,