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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
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Seite
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^3 II. Ideen zur Geschichte und Kritik

aber diese zusammengesetzte, allgemeine Art von Lie-be, (ich gestehe es, Lheokles), ist mir zu hoch. Ichkann das Individuum, aber nicht die ganze Gat-tung, ich kann nichts liebe», wovon ich nicht irgendein sinnliches Bild habe.

Th. Wie, Philokles? Sie könnten nie aN-- ders lieben , als auf diese Art? War Palamons^Charakter ihnen gleichgültig, da er Sie zu dem lan-ge» Briefwechsel vermochte, det Ihrer Neuerliche»persönlichen Bekanntschaft vorangieng?

P h. Ich kann dies nicht laugnen; und jetztdünkt mich, vekstehe ich Ihr Geheimnis, und begrei-fe, wie ich mich dazu vorbcrcitcn muß. Denn ebettwie ick damals, als ich Palämon zu lieben ansteNg,mich genöthigt sah, mir eine Art von materiellemGegenstände zu bilde» und immer ein solches Bildim Kopfe hatte, so oft ich an ihn dachte: cbe» somuß ichs in diesem Falle zu machen suchen

Th. Mich dünkt, Sie könnte» immer so vielGefälligkeit gegen das menschliche Geschlecht haben,als gegen die alten Römer, in welche Sic, aller ih-rer Fehler ungeachtet, doch immer verliebt gewesensind, besonders unter der Vorstellung eines schönenJünglings, der Genius des Volks genannt,

Pb. Ware mirs möglich, meiner Seele eüisolches Bild einzudrücken, cs Möchte nu» dasM e n sc h l i c h e G e sc h l e c h t oder dieNatur be-deuten , so würde das vcrmuthlich auf mich wirkenund mich zum Liebhaber nach Ihrer Art machen.Noch besser aber, wenn Sie es so veranstalten könN-