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II. Ideen zur Geschichte und Kritik
und ziehet dem Ucbcrmcnschcn das unvermeidlicheUebel zu, daß sein Herz ungebrochen, leer, undungebildet bleibt, daß Jedermann zuletzt ihn hassetoder verachtet.
So notbwcndig indessen eine menschliche Lin-digkeit und Milde gegen die Fehler und Leidenunsrer Nebengeschöpfe bleibt: so muß sie doch, wennsie zu weich und ausschließcnd wird, den Charaktererschlaffen, und kann eben dadurch die härteste Grau-samkeit werden. Ohne Gerechtigkeit bestehet? Billig-keit nicht; eine Nachsicht ohne Einsicht derSchwachen und Fehler ist eine Verzärtelung, die§ eiternde Wunden mit Rosen bedeckt, und eben da-durch Schmerzen und Gefahr mehrt.
2 . Auch ist Humanität ihnen Inicht bloß jeneleichte Geselligkeit, ein sanftes Auvork om-ni cn im Umgänge, so viel Reize dies auch demtäglichen Leben gewahret. Vielmehr ist sic, subjektivbetrachtet,
3. Ein G efübl der menschlichen Na-tur in ihr er Stärke und Schwäche, inMangeln und Vollkommenheiten, nicht-hneThatigkeit-, nicht ohne Einsicht.Was zum Charakter unsres Geschlechts gehört, jedemögliche Ausbildung und Vervollkommung desselben,dies ist das Objekt, das der humane Mann vor sichhat, wornach er strebet, wozu er wirket. Da unserGeschlecht selbst aus sich machen muß, was aus ihmwerden kann und fall: so darf keiner, der zu ihmgehört, dabey muffig bleiben. Er muß am Wohl