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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
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der Poesie und bildenden Künste. 7^

und Weh des Ganzen Thcil nebmcn, und seinen TbcilVernunft, sein Pensum Tbätigkeit mit gutem Wil-len dem Genius seines Geschlechts opfern.

4 . Zum Besten der gesummten Menschheit kannniemand beitragen, der nicht aus sich selbstMacht, was aus ihm werden kann undsoll; jeder also muß den Garten der Humanitätzuerst aus dem Beet, wo er als Baum grünet, oderals Blume blühet, pflegen und warten. Wir tragenalle ein Ideal in und mit uns, was Wir seynsollten, und nicht sind; die Schlacken, die wir able-gen, die Form, die wir erlangen sollen, kennen wiralle. Und da, was wir werden sollen, wir nicht an-ders als durch uns und Andre, von ihnen erlangendauf sie wirkend, werden können: so wird nothwcndigunsre Humanität mit der Humanität Andrer Eins,und unser ganzes Leben eine Schule, ein Uedungsplatzderselben. Was wahrhaftig, was ehrbar, was ge-recht , was keusch, was lieblich ist, was wohllautct,ist etwa eine Tugend, ist etwa ein Lob, dessen be-fleißigt euch, sagt selbst ein Apostel.

5. Aste Einrichtungen der Menschen, alle Wis-schasten und Künste können, wenn sie rechter Artsind, keinen andern Zweck haben, als uns zu hu-man« siren, d. i. den Unmenschen oder Halbmen-schcy zum Menschen zu machen, und unserm Ge-schlecht zuerst in kleinen ^heilen dse Form zu geben,die die Vernunft billigt, die Pflicht fodert, nach derunser Bedürsniß strebet. Daß die Wissenschaften,die man Uunianiora nennt, zum leeren Zeitvertreiboder zu eitclm Putz ausgearkct sind, ist ein Miß-brauch , den schon ihr Name strafet. Ursprünglich